FAQ zu HF-Litzen, Kupferlackdrähten und Backlackdrähten

Was ist eine Hochfrequenzlitze und welche Vorteile bietet eine HF-Litze ?

Eine Hochfrequenzlitze (auch HF-Litze) besteht aus einer grö�eren Anzahl feiner, gegenseitig isolierter Drähte, die immer so verflochten (verzopft) sind, da� im statistischen Mittel jeder Einzeldraht möglichst jede Stelle im Gesamtquerschnitt der Litze gleich oft einnimmt.

Sie wird z.B. zur Herstellung von Spulen für Schwingkreise und teilweise in Schaltnetzteilen und Speicherdrosseln verwendet. Gegenüber Volldraht hat sie in einem bestimmten Frequenzbereich den Vorteil geringerer Leitungsverluste und somit einer höheren Güte der daraus gefertigten Spulen.
Um voll wirksam zu sein, darf keines der feinen Drähtchen unterbrochen sein und alle Drähte müssen am jeweiligen Ende mit der entsprechenden Schaltung verbunden sein. Auf diese Weise sind alle Einzelleiter parallel geschaltet.

Die höhere Güte im Hochfrequenzbereich beruht auf der effektiven Vergrö�erung des am Stromfluss beteiligten Querschnittes, welcher in einem Volldraht durch den Skineffekt stark eingeschränkt ist. Bei hohen Frequenzen flie�t aufgrund des Skineffektes der grö�te Teil des Stromes entlang oder nahe der Oberfläche des Leiters. Bei einer Frequenz von 10 MHz beträgt die Stromdichte 20 µm unter der Oberfläche z.B. nur den 1/e ten Teil der Stromdichte auf der Oberfläche, sodass man durch Erhöhung der Oberfläche den Verlustwiderstand senken kann.

Bei der Verarbeitung der Hochfrequenzlitze muss darauf geachtet werden, dass alle lackisolierte Einzeldrähte angeschlossen sind, da sich sonst die Eigenschaften verschlechtern.

Hochfrequenzlitzen werden vorrangig im Mittel- und Kurzwellenbereich angewendet. In diesem Bereich haben die Spulen relativ viele Windungen und dadurch bedingt wird relativ langer Draht benötigt.
Im Niederfrequenzbereich und auch bei Langwelle spielt dagegen der Verdrängungseffekt noch keine gro�e Rolle, da die Skintiefe vergleichbar oder grö�er als der Drahtdurchmesser ist.
Im Ultrakurzwellenbereich sind die Leitungslängen auf Grund der geringeren Windungszahlen klein. Durch den Proximity-Effekt und kapazitive Einflüsse kommt es dazu, dass sich die Vorteile der HF-Litze wieder aufheben. Im Ultrakurzwellenbereich wird deshalb keine Hochfrequenzlitze verwendet. Zur Erhöhung der Güte von UKW-Schwingkreisen wird die Oberfläche der Leiter oft versilbert, um den spezifischen Widerstand der Au�enfläche des Drahtes - welche ja den mit Abstand grö�ten Teil des Stromes leitet - zu verringern.

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